Archive for August, 2009

Ein Agentenspiel als Diplomarbeitsablenkungsmanöver

Bei The Vienna Project hat mich meine weibliche Intuition verlassen. Als Roman das erste Mal seine Idee für ein crossmediales Agentenspiel auf Twitter veröffentlichte, war das hier meine Reaktion.

tvptweet

Ja, man darf mich dafür prügeln, aber zur Erklärung: Ich gehöre zu der Randgruppe, die James Bond, Mission Impossible und all dem Agenten- und Krimi-Kram null anfangen können. Bis vor wenigen Wochen wusste ich jedoch nicht, dass ich hier in der Minderheit bin. Denn während ich Romans Idee als Diplomarbeitsablenkungsmanöver kategorisierte, kam sie bei anderen aus seinem Freundeskreis sehr gut an. Nach anfänglichem Zögern und Zeitknappheit habe ich mich schlussendlich auch der “Agency”, dem Organisationsteam angeschlossen.

“The Vienna Project” schaffte es vorab schon in die Medien. Und bald fand die “Agency” auch Sponsoren und Medienpartner, die uns ermöglichten, den Teilnehmern einen aufregenden Spieltag zu ermöglichen. T-Mobile hat das Spiel genutzt, um die Einführung des G2 Touch zu promoten. Herold.at konnte in einer der Vorauswahl-Missionen die neue Strassentour vorstellen. Diese zwei Beispiele zeigen, dass Real-Life-Games sich gut vermarkten lassen und eine Fortsetzung sehr wahrscheinlich machen.

Mittlerweile ist “The Vienna Project” als Verein organisiert. Alle Crewmitglieder haben ohne Bezahlung mitgewirkt (abgesehen von ein paar Tassen Kaffee und Mittagessen im Headquarter am Spieltag 😉 ). Die TVP09 Brains sind eindeutig Matthias Csar und David Hinderling. Sie haben das Storyboard entworfen – und sie sind wahrscheinlich auch die einzigen, die die ganze Story hatten.

Was ich von “The Vienna Project” gelernt habe: Crossmediale Spiele wie dieses stossen auf großes Interesse, nicht nur bei Hardcore-Gamern, und erhalten auch die Aufmerksamkeit der Medien. Ich muss mir eingestehen, dass das ganze mehr Potenzial hat, als ich mir vorstellen konnte. Und: Ich bin keine gute Schauspielerin. Sorry Matthias und Roman, aber ich konnte einfach nicht ernst dreinschauen in meiner Rolle als “Eva Green vom amerikanischen Geheimdienst”, weshalb mich die Spieler natürlich gleich entlarvt hatten. Übrigens war ich bis zur letzten Minute der Meinung, dass irgendwas am Spieltag  am vergangenen Samstag total schief laufen wird – war gottseidank nicht der Fall.

Die Nachlese mit Links zu Bildern, anderen Blogbeiträgen und Medienberichten gibt’s hier. Die Spielteilnehmer berichten auf mobileblogger.at über ihre Erfahrungen mit dem T-Mobile G2. Roman hat seine Sicht der Dinge ebenfalls in seinem Blog verarbeitet.

Ja-Sagerinnen

… so lautete der Rat der Panel-Teilnehmerinnen des Girls in Tech – Roundtables “Journalism 2.0” an junge Frauen in der Web-Branche.  (Die Veranstaltung fand schon am 12. August statt, da ich die vergangenen Tage im Wasser oder in der Sonne verbracht habe, muss ich meine Feeds erst aufarbeiten).

“Say yes to everything, and don’t take ‘no’ for an answer”. Ich habe zu Beginn meiner Karriere auch zu allem ja gesagt, und bin damit sehr gut gefahren. Ich habe nie verstanden, wenn Studienkollegen sich weigerten, unbezahlte Praktika zu machen oder bei auflageschwachen Medien zu arbeiten. Jennifer Leggio meinte mit dem Tipp konkret, jede Chance zu nützen, nur dadurch könne man dazu lernen. Allerdings muss man, finde ich, irgendwann den Absprung schaffen und sich zugestehen, dass man nicht mehr alles machen muss. Diesen Absprung hätte ich fast verpasst, mittlerweile kann ich mehr oder weniger gut “nein” sagen. Leider konnten manche Leute in meiner Umgebung nicht damit umgehen, dass ich dieses neue Wort in mein Vokabular aufgenommen habe. Was auch den zweiten Tipp, “don’t take ‘no’ for an answer” schwierig macht. Damit habe ich noch immer zu kämpfen. Die Erfahrungsberichte der Diskutantinnen sind dafür motivierend. Kara Swisher von All Things Digital sagt, dass sie jede Absage aufbewahrt hat, um sie Personen, die sie heute doch engagieren wollen, unter die Nase zu reiben.

Neben Swisher haben auch Colleen Wickwire in einem Gastbeitrag auf PR-Squared , Brian Solis und natürlich GIT darüber gebloggt.

How to share an FT.com article

Zeitungsverlage wollen verhindern, dass ihre Texte online ohne ihre Zustimmung verbreitet werden und das Geistige Eigentum schützen. Was ich davon halte, habe ich kürzlich skizziert. Auf FT.com ist mir gerade erstmals aufgefallen, dass die User darauf aufmerksam gemacht werden, die Artikel fair zu verbreiten.

Financial Times Copyright

Financial Times Copyright

Diesen Hinweis habe ich bisher auf keinem anderen Nachrichtenportal gesehen. Falls jemand von euch das bereits kennt, bitte ich um Hinweise. Ich schließe mich FT.com an, so sollte man Artikel im Netz weiterleiten.

Der Beginn meines Berufslebens

Roman hat heute über seinen ersten Arbeitstag geschrieben und mich inspiriert, mich an meinen zurückzuerinnern. Leider erinnere ich mich an genau gar nichts mehr, außer mein Outfit (Modeschülerin, was sonst): schwarze Bluse und Jeans, der Klassiker. Trag’ ich heute noch gern an ersten Arbeitstagen. Sonst fällt mir zu dem Praktikum, dass ich im Sommer 2000 absolviert habe, kaum noch etwas ein. Ich fand, dass der damalige Geschäftsführer Mr. Burns von den Simpsons ähnlich sah. Und ich habe versehentlich einen Männeranzug im Lift (der sowieso eine Gefahr für die Menschheit war) eingezwickt. Das Sakko ging natürlich kaputt. Der ärgste Praktikumstag meines Lebens. Neun Jahre später kann ich schon fast wieder darüber lachen.

An meinen ersten Praktikumstag bei derStandard.at erinnere ich mich besser. Das war nicht nur der Geburtstag des Mannes, der mir damals mein Herz gebrochen hat, sondern auch der erste richtig schöne Frühlingstag im Jahr 2006. Deshalb schickte mich meine Kollegin raus, damit ich eine Diashow vom Frühlingsbeginn in Wien mache. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade zwei Wochen in Wien gelebt und natürlich keine Ahnung, wo man den Frühling in Wien sieht. Dementsprechend unfrühlingshaft fiel meine erste “Ansichtssache” auch aus. Ich trug an dem Tag übrigens ebenfalls Jeans und ein schwarzes Oberteil.

Generell hasse ich erste Arbeitstage. In der Nacht davor kann man nie gut schlafen. Deshalb kann man am ersten Arbeitstag auch weder wirklich konzentriert sein noch wirklich gut aussehen.

Haustierqualen

Das Kindchenschema wirkt bei Kindern eher weniger auf mich, dafür bei flauschigen Tieren umso mehr. Gestern bin ich beim Durchstöbern von Blogs auf diesen siebenminütigen Animationsfilm gestossen. Ich war schon in der ersten Minute verliebt in den Hasen. Bis zum Schluss ansehen zahlt sich aus, vor allem für andere Fans flauschiger Tiere 😉 Produziert hat den Film Egmont Mayer.