I touched an iPad and I liked it… kinda.

Hätte ich iPad-Besitzer Jochen nicht auf dem Weg zur Blockhaus iPad Release-Party zufällig im Coffeeshop getroffen, hätte ich wahrscheinlich gar keine Chance gehabt, das Teil zu betatschen – so haben sich die Apple Fanboys in der Bar Wien darauf gestürzt.

Ein vergrößertes iPhone, war mein erster Gedanke. Und da ich selbst kein iPhone besitze, ist das iPad für mich nicht so intuitiv zu bedienen. Aber es sieht schön aus, es lässt sich schön bedienen und es lässt sich schön darauf lesen. Das iPad kann ich mir sowohl als Freizeit- als auch als Arbeits-Device vorstellen. Deshalb ist es auch das erste Apple-Produkt, das ich ernsthaft in Erwägung ziehe, zu kaufen. Es macht für mich mehr Sinn als ein iPhone und ist angenehmer als ein Laptop.

Ich habe das Time Magazine und Men’s Health durchgeblättert. Jetzt verstehe ich, warum Verlage sich so auf das iPad stürzen. Die Darstellung auf dem Tablet-Bildschirm ist viel hübscher als am Smartphone oder im Browser-Fenster. Allerdings sind die Medien, die ich am iPad gesehen habe, derzeit wirklich nur E-Papers. Darum befürchte ich, dass Herausgeber wieder einmal ein neues Medium (oder Endgerät) überhaupt nicht verstehen. Jeff Jarvis hat dazu ja schon seine Kritik geäußert.Wenn ich im Review der Springer App “iKiosk” lese, dass es keine direkten Hyperlinks zu den Inhalten gibt, stellt es mir die Haare auf – und sehe ich schwarz. Warum versuchen Printmedien, auch in anderen Kanälen ein Printmedium zu sein?

“Toll… _noch_ ein Gerät, mit dem wir ins Internet können”, fauchte meine bessere Hälfte (ein Kritiker von Digitalen Medien), als ich ihm erklärte, was das iPad ist. Und es ist derzeit wirklich nicht mehr als das. Ich warte jetzt mal ab, welche Tablets in den nächsten Monaten auf den Markt kommen und entscheide dann, ob und welches ich mir anschaffe. Das iPad wird höchstwahrscheinlich ein Weihnachtsgeschenk für meine Mutter. Denn für nicht ganz so technikaffine Menschen ist das Mac-Tablet ein simples, einfach zu verstehendes und bedienendes Gerät zum Internetsurfen.

Andere über die Beziehung iPad – Verlage:

Thomas Knüwer:  Verlage und das iPad – oder: Tauben, die um Pfauen balzen

    • Lachner
    • April 9th, 2010

    Selber Gedanke – ich werd meinen Eltern ein iPad zu Weihnachten schenken.

    • Oberndorfer
    • April 9th, 2010

    Ja, meine Mutter hat zwar in den vergangenen Jahren echt viel dazu gelernt und ist begeisterte Internetnutzerin, aber vieles ist halt doch schwer zu verstehen. Das iPad macht’s definitiv einfacher für Menschen, die nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind.

      • Lachner
      • April 9th, 2010

      So seh ich das auch. Meine Mutter ist für ihr Alter erstaunlich IT-fit, aber mit dem Laptop tut sie sich halt manchmal schwer. Sie verwendet eh nur Web & Mail und ich denke, dafür ist das iPad ideal, weil einfach und intuitiv bedienbar.

      Ich hab mir übrigens mein Spielzeug – iPad Wifi 16 GB – bereits in den USA bestellt. Wär schön, wenn ich`s bis zur re:publica hab, wird aber knapp bzw.ich befürchte, es wird sich nicht ganz ausgehen.

        • Oberndorfer
        • April 9th, 2010

        Cool, wieviel kostet’s denn inkl. Shipping? Dollarkurs kommt uns ja sehr entgegen🙂

  1. Weil du sagst die Verlage stürzen sich drauf: Der Chef von der NY_Times war ja im Vorfeld/Planung des iPads mit dem lieben Steve Jobs ein paar mal was essen um hier exklusiv Rechte zu bekommen. Endlich wieder $-Möglichkeiten, wenn die Printmedien den iTunes-Store mit Millionen-Kreditkartendaten mitnützen können. Die Resonanz wird aber eher kleiner bleiben als erwartet. Am e-Book-Reader Sektor wird sich noch einiges tun, jenseits vom iPad.

    • Lachner
    • April 10th, 2010

    @Lisa:
    Die Schwester unseres Geschäftsführers lebt in L.A. und hat uns ein iPad besorgt. Da sie kein 16 GB mehr bekommen hat ist`s nun ein 64 GB geworden.
    iPad Wifi 64 GB: $ 699,-
    iPad Case: $ 39,-
    Zuzüglich private Shipping😉

    @Jürgen:
    Ich teile deine Meinung, dass sich jenseits vom iPad noch einiges am e-Book-Reader Sektor tun wird.
    Aber Apple bringt wieder einmal eine Lawine ins Rollen.

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