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Ja-Sagerinnen

… so lautete der Rat der Panel-Teilnehmerinnen des Girls in Tech – Roundtables “Journalism 2.0” an junge Frauen in der Web-Branche.  (Die Veranstaltung fand schon am 12. August statt, da ich die vergangenen Tage im Wasser oder in der Sonne verbracht habe, muss ich meine Feeds erst aufarbeiten).

“Say yes to everything, and don’t take ‘no’ for an answer”. Ich habe zu Beginn meiner Karriere auch zu allem ja gesagt, und bin damit sehr gut gefahren. Ich habe nie verstanden, wenn Studienkollegen sich weigerten, unbezahlte Praktika zu machen oder bei auflageschwachen Medien zu arbeiten. Jennifer Leggio meinte mit dem Tipp konkret, jede Chance zu nützen, nur dadurch könne man dazu lernen. Allerdings muss man, finde ich, irgendwann den Absprung schaffen und sich zugestehen, dass man nicht mehr alles machen muss. Diesen Absprung hätte ich fast verpasst, mittlerweile kann ich mehr oder weniger gut “nein” sagen. Leider konnten manche Leute in meiner Umgebung nicht damit umgehen, dass ich dieses neue Wort in mein Vokabular aufgenommen habe. Was auch den zweiten Tipp, “don’t take ‘no’ for an answer” schwierig macht. Damit habe ich noch immer zu kämpfen. Die Erfahrungsberichte der Diskutantinnen sind dafür motivierend. Kara Swisher von All Things Digital sagt, dass sie jede Absage aufbewahrt hat, um sie Personen, die sie heute doch engagieren wollen, unter die Nase zu reiben.

Neben Swisher haben auch Colleen Wickwire in einem Gastbeitrag auf PR-Squared , Brian Solis und natürlich GIT darüber gebloggt.

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Der Beginn meines Berufslebens

Roman hat heute über seinen ersten Arbeitstag geschrieben und mich inspiriert, mich an meinen zurückzuerinnern. Leider erinnere ich mich an genau gar nichts mehr, außer mein Outfit (Modeschülerin, was sonst): schwarze Bluse und Jeans, der Klassiker. Trag’ ich heute noch gern an ersten Arbeitstagen. Sonst fällt mir zu dem Praktikum, dass ich im Sommer 2000 absolviert habe, kaum noch etwas ein. Ich fand, dass der damalige Geschäftsführer Mr. Burns von den Simpsons ähnlich sah. Und ich habe versehentlich einen Männeranzug im Lift (der sowieso eine Gefahr für die Menschheit war) eingezwickt. Das Sakko ging natürlich kaputt. Der ärgste Praktikumstag meines Lebens. Neun Jahre später kann ich schon fast wieder darüber lachen.

An meinen ersten Praktikumstag bei derStandard.at erinnere ich mich besser. Das war nicht nur der Geburtstag des Mannes, der mir damals mein Herz gebrochen hat, sondern auch der erste richtig schöne Frühlingstag im Jahr 2006. Deshalb schickte mich meine Kollegin raus, damit ich eine Diashow vom Frühlingsbeginn in Wien mache. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade zwei Wochen in Wien gelebt und natürlich keine Ahnung, wo man den Frühling in Wien sieht. Dementsprechend unfrühlingshaft fiel meine erste “Ansichtssache” auch aus. Ich trug an dem Tag übrigens ebenfalls Jeans und ein schwarzes Oberteil.

Generell hasse ich erste Arbeitstage. In der Nacht davor kann man nie gut schlafen. Deshalb kann man am ersten Arbeitstag auch weder wirklich konzentriert sein noch wirklich gut aussehen.