Posts Tagged ‘ Reisen ’

Mein Herz für Blogs

Das Schwierigste an der “Ein Herz für Blogs“-Aktion war für mich, mich auf die deutschsprachigen Blogs zu beschränken. Mir wurde bewusst, dass ich kaum deutsche Blogs lese. Hoffentlich werde ich heute einige neue entdecken. Es war mir wichtig, wirklich noch eher unbekannte Blogger auszuwählen (da mich diese Blogstar-Selbstbeweihräucherung irrsinnig nervt). Deshalb bleiben heute einige meiner Lieblingsblogger(innen) unerwähnt, ihr findet sie aber sowieso in meiner Blogroll.

Individualicious

Wer Mela auf Twitter folgt weiß, diese Frau ist eine Jetsetterin 🙂 Still und heimlich hat sie kürzlich angefangen, ihre Reiseerfahrungen im Blog “Individualicious” zu verarbeiten. Besonders lesenswert sind ihre City-Tipps, von denen in Zukunft hoffentlich noch weitere folgen!

Vienna Calling

Immer, wenn ich Sascha Funks Blog über seine Erfahrungen als Deutscher in Wien lese, schäme ich mich dezent für meine Nation. Kirchenaustritt, Strafen fürs Wohnort zu spät anmelden und andere österreichische Bürokratie-Horrorgeschichten, gemischt mit einem Best Of Falco. Empfehlenswert ist auch Saschas englisches Blog “eknowwaytions“.

polit.x

Marko Zlousic ist für die Social Media-Kommunikation der Bundes-SPÖ zuständig. Auf seinem Blog polit.x widmet er sich politischen Themen herrlich unaufgeregt. Sehenswert ist seine Sammlung an Polit-Videos.

Ilosweb2null

Ilda Osmancevic schreibt über Netzpolitik, Girl Geeks und Social Media. Leider noch viel zu selten, aber trotzdem empfehlenswert, weil abseits des Blogger-Einheitsbreis.

G! gutjahr’s blog

Ja, Richard Gutjahr ist kein Unbekannter, aber ich denke dass er wenigen österreichischen Bloggern bekannt ist. Ich bin auf ihn vergangenes Jahr wegen Gutjahrs Doku über das Silicon Valley gestossen. Er bloggt über das Übliche, Tech, Apple, Medien. Er hat jedoch eine Ansatzweise, mit der er sich von anderen abhebt. Österreichische Journalisten können sich von ihm abschauen, wie Bloggen wirklich funktioniert. So sollten Journis meiner Meinung nach in Zukunft arbeiten.

hdrr.at

Richard Haderer ist für mich auch so ein Fall. Ich kenne keine bessere österreichische Web-Serie als “Haderer trifft” (gibt’s denn überhaupt andere?) und denke, dass er sich damit sehr gut positionieren wird.

Kleiner Wolf, großer Wolf

Bei meinem Trip nach Stockholm diesen Frühling war mir nach drei Tagen so langweilig, dass ich den Reiseführer gelesen habe. Richtig gelesen, nicht nur die Facts, sondern das ganze Drumherumgequatsche. Es war eine der schlechtesten Reiselektüren, die ich jemals gelesen habe. Genau deshalb gibt es so tolle Sachen wie den Social Travel Guide Tripwolf, der diese Woche im neuen Design präsentiert wurde.

Ich bin seit einigen Monaten auf Tripwolf registriert. Genutzt habe ich ihn das erste Mal, als ich geschäftlich in Köln war und keine Zeit hatte, mich lange drüber zu informieren, was ich sehen muss (mal abgesehen davon, dass ich kaum Zeit für Sightseeing hatte). Tripwolf hat das fantastische Feature, mit einem Klick einen Travel Guide als Pdf zu erstellen. Eigentlicher Sinn der Sache ist jedoch, dass man sich einen eigenen Guide zusammenstellt.

Dieses Feature wurde jetzt ausgebaut, und ich bin ein großer Fan dieses Trip Planners. Die Destinationen lassen sich mit einem Klick auf die Liste setzen und können auch sortiert werden. Ich bin gerade dabei, mir einen Plan für eine Reise im nächsten Frühling zusammenzustellen.

Optisch hat sich Tripwolf am meisten verändert (sofern ich das bewerten kann). Das Design der ersten Version fand ich vieeel schöner, dafür ist das neue übersichtlicher. Erst war ich geschockt, weil ich dachte, die Maps sind weg. Auf dem zweiten Blick habe ich gesehen, dass sie nun zugeschaltet werden können.

Tripwolf

In der neuen Version habe ich keine Friends mehr, sondern Follower. Das hat mich anfangs gestört, aber man sollte den Begriff “Freund” ja auch nicht überstrapazieren. Als Community verstehe ich Tripwolf nach wie vor nicht. Das liegt daran, dass ich alles andere als ein Heavy Traveller bin und nichts zu erzählen habe. Und wenn doch, dann mache ich das auf Facebook oder eben hier auf meinem Blog.

Die Booking-Funktion haut mich auch noch nicht um. Ein Grund dafür sind (noch) fehlende Bewertungen. Ich bleibe lieber bei den Booking-Sites meines Vertrauens.

Was mir am neuen Tripwolf die meiste Freude bereitet? Die Trips of the Powerful! Würde mir wünschen, dass es künftig mehr solcher Listen gibt.

Zusammenfassend ist Tripwolf in seinem zweiten Jahr übersichtlicher und funktionaler geworden. Das erleichtert mir jetzt nicht nur spontane Trips, sondern auch intensive Planung von längeren Reisen (die hoffentlich bald anstehen). Mehr über den Relaunch gibt’s auf TechCrunch und dem Tripwolf Blog zu lesen.